Wie Silke Bernhardt zur Vorreiterin ihrer Branche wurde.

Silke Bernhardt ist eine echte Vorreiterin: In den vergangenen Jahren hat sie gleich zwei völlig neue Arten von Internetportalen für Therapeut:innen gegründet. Mit völlig unerprobten Ideen an den Markt zu gehen, erforderte eine Menge Mut.

Doch Silke wurde belohnt: Heute kann sie von ihren Online-Portalen leben und ihre Arbeit so gestalten, wie sie es möchte. Im Mutmach-Interview für Selbstständige erzählt sie von ihrem Weg.

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Inhaltsverzeichnis

Silke, stell Dich doch auch einfach noch mal selbst vor!

Hallo, ich bin Silke. Vielen Dank für die Einladung, liebe Jane. Kurz zu mir: Ich ermögliche es, Therapeutinnen und Therapeuten an gutes Wissen zu kommen, weil mich das selbst immer wieder reizt.

Das heißt, ich möchte immer von Experten lernen. Ich möchte nicht von irgendwem, der etwas mal gehört hat, oder bei dem etwas einmal funktioniert hat, lernen. Ich möchte von jemandem lernen, der solides Wissen mit Praxisbezug hat. Von jemandem, der sich wirklich auskennt in seinem Bereich.

Du führst erfolgreich zwei Unternehmen. Erkläre gerne: Was sind diese zwei Unternehmen und was unterscheidet sie voneinander?

Ich bin gelernte Logopädin. Früher, also 2011, gab es bereits viele Akademien für Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten und Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Man wusste immer gar nicht, welches Seminar wann, wo gegeben wird, und wie man sich anmelden kann. 2011 war das Internet noch nicht so groß.

Da dachte ich mir, es muss doch eine Möglichkeit geben um alles zu vereinen. Sodass man eine Online-Plattform hat, in der Akademien kostenpflichtig inserieren und wir Therapeuten uns das Passende heraussuchen können.

Wenn Du zum Beispiel Logopädin in Leipzig bist und im April eine Fortbildung zur Kindersprache machen willst, dann sollte dir einfach eine ganze Liste aufgezeigt werden: „Hier, das gibt es alles. Kannst Du buchen, ein Klick. Und Du bist drauf.“

Deshalb habe ich den Fortbildungsfinder gegründet. Es war die erste Plattform dieser Art für Therapeutinnen und Therapeuten 2011. Für mich war es damals auf jeden Fall eine Mutfrage, so etwas online zu machen und nicht ein Kleinanzeigenblatt rauszugeben.

Aber offensichtlich hat es funktioniert? Sonst hätte es sich sicher nicht bis heute gehalten.

Glücklicherweise funktioniert es sehr gut. Die großen Akademien inserieren alle, aber auch die kleinen.

Es gibt immer wieder Anbieter, die nur ein oder zwei Seminare pro Jahr machen, weil sie ganz spezielle Themen haben. Beispielsweise manuelle Therapie in der Logopädie. Das ist wirklich eine ganz schöne Nische. Daher haben sie natürlich keine ganz große Akademie.

Aber auch diese Leute brauchen eine Plattform auf der sie sich darstellen und gefunden werden können. Genau das ermögliche ich ihnen mit dem Fortbildungsfinder.

Silke Bernhardt hat den Fortbildungsfinder für Therapeuten erfunden.

Warst Du schon vorher selbständig? Oder hast Du Dich mit dieser Plattform selbständig gemacht?

Ich war bereits selbständig. Ich hatte ganz klassisch eine logopädische Praxis und später auch eine Filiale mit vier Mitarbeitern. Diese Filiale habe ich erfolgreich verkauft, als ich meine beiden Kinder bekommen habe.

Jetzt machst Du nur noch Deine Online-Aktivitäten?

Genau. Jetzt arbeite ich nur noch online und habe keine Praxis mehr. Trotzdem habe ich weiterhin Kontakt zu Menschen, denn das ist mir persönlich total wichtig. Aber es ist eben nicht mehr dieser Halbstundentakt wie als Therapeutin und das dann mit vielen, vielen Patienten in der Woche. Für mich hat der jetzige Kontakt eine ganz andere Qualität.

Wie hat denn Dein Umfeld auf diese Idee reagiert? Damals in 2011 war es noch kein verbreiteter Gedanke, Onlinekurse oder Onlinebildung generell anzubieten.

Erstmal haben sie das gar nicht so mitbekommen. Ich war frisch gebackene Mutter und habe ganz still gelauncht. Mein Umfeld hat das daher viel geringer mitbekommen als die logopädische, ergotherapeutische und physiotherapeutische Szene.

Ich glaube, da heißt oder hieß es immer: „Ja, die Silke, die macht was mit Internet.“ Ich bin niemand, der gerne große Wellen schlägt, deshalb war mir das ganz recht so. Ich bin gerne still erfolgreich.

Hat das Portal von Beginn an gut funktioniert, oder musste sich das erst entwickeln?

Das hat eigentlich von Anfang an gut funktioniert und funktioniert noch immer. Vor allem für mich persönlich habe ich damit den Jackpot geknackt, dass ich jetzt so arbeiten kann, wie ich gerne arbeite.

Durch den Fortbildungsfinder habe ich häufig und regelmäßig Kontakt zu den Sekretärinnen und Sekretärinnen der Akademien. Jetzt habe ich tatsächlich sogar noch ein zweites Unternehmen aufgemacht.

Mir ist aufgefallen, dass selbst, wenn man weiß, wo etwas angeboten wird, einem der Termin vielleicht doch nicht so gut passt. Denn viele Logopädinnen und Logopäden, also Therapeuten allgemein, haben auch eine Familie und wollen sich am Wochenende eher erholen, statt auf Fortbildungen zu fahren. Das finde ich richtig und wichtig, denn jeder braucht Zeiten der Regeneration, vielleicht auch mal ohne Menschen oder Fremdkontakt.

Deswegen habe ich die Onlineakademie Memole gegründet. Schon wieder etwas Neues, für Therapeutinnen war das wieder lifechanging. Ich weiß nicht, warum ich da immer so frische Ideen habe.

Memole war die erste Online-Akademie in dieser Form. Dort kann man in Selbstlernkursen lernen, wann man Lust und Zeit hat. Und man muss nicht mit den anderen zusammen Tee trinken.

Ich sehe, Du bist praktisch veranlagt und eher so ein Machertyp, oder?

Interview mit Silke Bernhardt

Ja, das stimmt. Das trifft es, glaube ich, ziemlich gut. Ich bin auch gerne in Ruhe alleine und arbeite selbstbestimmt.

Das ist ja nicht unbedingt das, was rauskommt als Unternehmerin. Aber ich würde zum Beispiel nicht so gerne auf dem Marktplatz stehen und Würstchen braten, und alle gucken mir dabei zu. Ich arbeite gerne Zuhause und alleine.

Und ich habe reichlich Menschen, mit denen ich mich austausche, von denen ich lernen darf, und die mir Feedback geben, was gut ist und was nicht.

Was sind Deine Höhepunkte im Arbeitsalltag? Worüber freust Du Dich besonders?

Ich bin schon sehr stolz darauf, die Erste in diesem Bereich gewesen zu sein. Manchmal hat es mich ganz kurz gekränkt, wenn jemand meine Arbeit kopiert hat, was in beiden Unternehmen der Fall war. Wenn ich aber jetzt darüber nachdenke, empfinde das als riesengroßes Kompliment.

Das heißt, Du hast das dann auch einfach so hingenommen, dass das kopiert wird?

Ja, es wird natürlich nicht exakt kopiert. So schlau sind sie auch. Aber meine Vision, die hat kein anderer. Und mein Anliegen, das hat kein anderer. Und es ist niemand so wie ich. Daher habe ich auf jeden Fall keine Angst.

Was ist denn Deine Mission hinter Deinen Unternehmen?

Jeder kann alles lernen. Ich habe das selbst erst gar nicht gedacht und bin auch nicht so aufgewachsen. Ich durfte mich dahin entwickeln.

Beispielsweise, wenn ich vor Programmierherausforderungen stehe oder nicht ganz genau weiß, was sich mein Prototyp Kunde wünscht, glaube ich heute fest daran, dass ich die Antwort herausfinden kann. Ich kann es lernen. Ich kann alles lernen.

Das klingt bei Dir alles so einfach und locker. Ist das so? Oder hattest Du auch zwischendurch mal so Deine Hürden und Schwierigkeiten, die Du überwinden musstest?

Wie sich Silke Bernhardt den Traum vom Online-Business erfüllte.

Auf jeden Fall. Natürlich habe auch ich Selbstzweifel zwischendurch. Ich glaube, das ist aber gut, weil es mir zeigt, wo ich noch lernen kann.

Ich habe noch ein Wahnsinnspotenzial. Ich bin ganz sicher, dass da noch viel mehr geht und ich vieles verbessern kann.

Klar, es gibt, ich nenne es gern Herausforderungen, die sich mir täglich stellen, wenn etwas nicht funktioniert. Heute hat es wieder meine Programmierungen zerschossen. Es gab dann Sekunden, in denen bei Memole kein Kunde seinen Kurs in seinem Profil hatte. Ich hoffe, es hat keiner gemerkt. Es ist auch wieder alles korrekt.

Aber ich habe tolle Menschen in meinem Umfeld, mit denen ich da gemeinsam durchgehe. Ich brauche sie, sie brauchen mich. Ich kann lernen.

Nein, es schafft keine Herausforderung, mich zu knicken. Ich möchte daran wachsen.

Wie gehst Du mit den Selbstzweifeln um, wenn sie Dich mal packen? Wie kommst Du da wieder raus?

Ich versuche erstmal eine Pause zu machen von der Arbeit, in der ich gerade feststecke. Und sei es, dass ich aufstehe und einen Kaffee trinken gehe oder lüfte. Jetzt mal so ganz als erste Strategien.

Ansonsten helfen mir größere Pausen. Auch wenn es mir schwerfällt, aber manchmal muss ich einen halben Tag mal nicht arbeiten, um wieder mich zurecht zu rütteln.

Und dann habe ich natürlich Freunde und Coaches. Ja, ich habe auch einige Coaches, mit denen ich mich zurechtruckeln kann, und von denen ich lernen kann. Ich kann das nicht alles alleine, muss ich, glaube ich, auch nicht.

Gab es schon Momente, in denen Du überlegt hast, das einfach alles hinzuschmeißen?

So Bruchteile von Sekunden doch, natürlich, klar. Aber was wäre die Alternative? Das klingt alles nicht besser.

Ich merke, Du bist schon so ein hartnäckiger Mensch mit Biss, der sich nicht so leicht aus der Bahn werfen lässt. Das finde ich sehr bewundernswert.

Ja, das wird mir nachgesagt, Hartnäckigkeit. Das ist nicht immer positiv, also für die anderen, glaube ich. Aber ja, ich verbeiße mich gerne mal in was.

Was würdest Du Deinem jüngeren Ich von 2011 mit auf den Weg geben?

Spontan würde ich sagen: „Silke, es ist nur Technik. Das kommt schon zurecht. Und zweitens, glaube an Dich.

Und wofür würdest Du Dich loben?

Ich würde mich dafür loben, dass ich die Idee hatte, mit meiner Freundin Jenny zusammen, und dass ich einfach angefangen habe.

Vielen Dank für das Interview, liebe Silke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und immer den Mut, Deine Ideen umzusetzen.

 

Jane Schmidt

Jane Schmidt

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