Richtige Keywords finden in 4 Schritten
Pin mich!

Wenn Du Deine Website für Suchmaschinen optimieren möchtest, wirst Du schnell auf das Wort „Keyword“ stoßen. Keywords dienen dazu, dass Suchmaschinen den Inhalt einer Seite erfassen und an passender Stelle anzeigen können. Nur wenn Google und Co. Deine Website richtig einordnen und als hochwertig einstufen, wird sie auch gefunden. Keywords haben also einen großen Einfluss darauf, für welche Suchbegriffe Deine Website den Nutzer*innen angezeigt wird. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Keywords zu finden. Ich zeige Dir, worauf Du dabei achten musst.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat viel mit Einfühlungsvermögen zu tun. Denn: Suchmaschinen sind Dienstleister. Sie wollen natürlich, dass ihre Nutzer*innen zufrieden sind, damit sie nicht zur Konkurrenz abwandern. Deshalb setzen die Suchmaschinen alles daran, den Menschen genau das zu zeigen, was sie brauchen, was ihnen weiterhilft, was den Grund beseitigt, weshalb sie überhaupt gesucht haben. Drei Beispiele:

  1. Jemand sucht nach „Grünes Kleid online kaufen“. Die Suchmaschinen bemühen sich, passende Ergebnisse auszuwerfen. Erfolgreich war die Suchanfrage dann, wenn die Person auch ein grünes Kleid gefunden und gekauft hat.
  2. Jemand sucht „Harry Potter und der Stein der Weisen schauen“. Erfolgreich war die Anfrage, wenn die Person eine Möglichkeit gefunden hat, sich den Film anzusehen.
  3. Jemand sucht „1. Weltkrieg“. Die Anfrage war erfolgreich, wenn sich die Person ausreichend umfassend über den Ersten Weltkrieg informiert fühlt.

Wenn die Suchmaschinen also versuchen, die Bedürfnisse der Nutzer*innen zu erkennen und zu befriedigen, solltest Du das bei Deiner Website auch tun. Nur so hast Du eine Chance, gefunden zu werden.

Der erste Schritt: Keywords sammeln

Regel Nummer 1: Nimm Dir Zeit für Deine Keywordrecherche. Sowas macht man nicht mal eben nebenbei. Koch Dir einen Kaffee oder Tee, schnapp Dir Dein Notizbuch und versetze Dich in Deine Kund*innen hinein. Was brauchen sie? Welche Probleme rauben ihnen nachts den Schlaf? Was wollen sie wissen/kaufen/haben/lernen? Wie kannst Du ihnen helfen? Was könnten sie suchen, um diese Hilfe zu bekommen? Was erwarten sie auf Deiner Website zu finden?

Versuche, die potentiellen Suchanfragen in den Worten Deiner Kund*innen zu formulieren. Vermeide Fachbegriffe, die nur Du und deine Kolleg*innen kennen. Schreibe alles auf, was Dir in den Sinn kommt. Trau dich, ins Detail zu gehen und auch mehrere Varianten eines Keywords festzuhalten. „Keyword finden“, „Keyword suchen“ und „Keyword auswählen“ sind in Suchmaschinenlogik zum Beispiel drei verschiedene Begriffe.

Lasse hinter oder unter den Keywords ein wenig Platz für spätere Notizen. Es macht nichts, wenn Deine Liste wirr ist und alles quer durcheinander geht. Aussortieren und ordnen tust Du später.

Erst, wenn Dir nichts mehr einfällt, gehst Du weiter im Programm. Du kannst Deine bestehenden Kund*innen fragen, wie sie Dich gefunden haben oder was sie suchen würden, wenn sie Dich finden wollten. Eine weitere Quelle der Inspiration: Foren und soziale Netzwerke, in denen sich Deine Kund*innen aufhalten. Wie sprechen sie untereinander über Dein Thema? Welche Probleme tauchen immer wieder auf? Das sind alles potentielle gute Keywords.

Auf der Seite Answer the public kannst Du einzelne Wörter eingeben, die zu Deinem Thema gehören. Das Programm wird Dir zeigen, welche Fragen im Internet oft zu diesen Wörtern gestellt und mit welchen Präpositionen sie häufig verwendet werden. Das kann Dir auch noch mal neue Ideen bringen.

Schritt 2: Nachsehen, wie oft die Keywords gesucht werden

Für die weitere Recherche gibt es diverse Tools, die Du kostenlos nutzen kannst. Ich arbeite am liebsten mit Ubersuggest. Dort kannst Du nach und nach all Deine gesammelten Keywords eingeben. Die Seite zeigt Dir, wie oft die Begriffe pro Monat gesucht werden und wie schwierig es ist, dafür zu ranken. Je niedriger der Wert ist, desto weniger Konkurrenz gibt es für das Keyword. Schreib Dir für alle gesammelten Begriffe beide Zahlen auf. Du brauchst sie später zum Vergleichen.

Richtige Keywords finden mit Ubersuggest
Eine Anfrage bei Ubersuggest. Das Suchvolumen habe ich für Dich rot umkringelt, die Konkurrenz blau.

Ubersuggest listet auch die Websites auf, die zu dem jeweiligen Keyword aktuell am besten ranken. Schau Dir ruhig auch diese Liste an. Manchmal wirst Du feststellen: „Huch, die Suchergebnisse zu diesem Begriff passen gar nicht zu mir und meinem Angebot“. Das ist eine wichtige Erkenntnis. Klammere Keywords, bei denen es Dir so geht, in Deiner Sammlung ein. Sie kommen wahrscheinlich nicht als richtige Keywords für Deine Website in Frage. Offenbar haben die Leute andere Assoziationen zu diesem Begriff als Du, sonst würden andere Suchergebnisse erscheinen. Und es bringt Dir schließlich gar nichts, für ein Keyword gefunden zu werden, das nicht zu den Wünschen und Ansprüchen Deiner Kund*innen passt.

Schritt 3: Die richtigen Keywords finden

Schau Dir die ermittelten Werte für Deine möglichen Keywords an. Das richtige Keyword sollte möglichst häufig gesucht werden, aber einen geringen SEO-Difficulty-Wert haben. Diese Kombination verspricht den größten Erfolg. Verzichte am besten auf Keywords, die aus nur einem Wort bestehen. Besser ist es, Short-Tail-Keywords zu wählen, die aus zwei oder drei Wörter bestehen, oder sich für Long-Tail-Keywords zu entscheiden. Diese sind länger als drei Wörter. „Grünes Kleid online kaufen“ ist zum Beispiel deutlich konkreter als nur „Kleid“ und beinhaltet mit „kaufen“ auch die Intention der Nutzer*innen.

Die Konkurrenz für solche Short- oder Long-Tails ist deutlich geringer als für einzelne Wörter. Außerdem steigern sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Personen, die Deine Website über Suchmaschinen finden, auch zu Dir passen und etwas mit Deinem Angebot anfangen können.

Welches Keyword das richtige ist, ist immer auch ein wenig Abwägungssache. Im Zweifel sind längere, konkretere Keywords oft denen vorzuziehen, die zwar Tausende Male im Monat gesucht werden, aber kurz und unspezifisch sind. Es bringt Dir nichts, wenn Deine Website oft gefunden wird, aber die Besucher*innen schnell wieder abspringen, weil sie bei Dir nicht genau das gefunden haben, was sie gesucht haben.

Beachte, dass Du für jede Unterseite Deiner Website ein eigenes Keyword brauchst. Wenn Du überall dasselbe verwendest, machst Du Dir in den Suchergebnissen selbst Konkurrenz. Je mehr verschiedene Keywords oder Variationen eines bereits vorhandenen Begriffs (erinnere Dich an dieser Stelle an mein Beispiel von oben: „Keyword finden“, „Keyword suchen“, „Keyword auswählen“) für Dein Unternehmen im Rennen sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es gefunden wird.

Zusammengefasst: Anhaltspunkte für ein gutes Keyword

Je mehr der folgenden Punkte auf ein Keyword zutreffen, desto besser eignet es sich für Deine Website:

  • Das Keyword wird oft gesucht.
  • Es ist leicht, für das Keyword zu ranken. Es gibt wenig Konkurrenz und/oder die Konkurrenz hat keine optimierten, nutzbringenden Websites.
  • Das Keyword besteht aus mehreren Wörtern und ist konkret.
  • Der Suchbegriff ist einfach und in der Sprache Deiner Kund*innen formuliert.
  • Du fühlst Dich mit dem Keyword wohl. Es repräsentiert Dich und Dein Unternehmen.

Schritt 4: Das gefundene Keyword richtig in den Text einbauen

Nachdem Du die richtigen Keywords gefunden hast, baust Du sie auf Deiner Website ein. Konzentriere Dich auf ein Keyword pro Seite. Binde es nach Möglichkeit in die Überschrift, mindestens eine Zwischenüberschrift, den ersten Absatz und den Fließtext ein. So können die Suchmaschinen leichter erkennen, worum es in Deinem Text geht. Schreibe Dein Keyword auch in die URL, den Seitentitel und das sogenannte Snippet. Das ist der kurze Auszug, der bei Suchmaschinen zu jedem Suchergebnis angezeigt wird. Wenn Du Deine Website mit WordPress erstellt hast, kannst Du das Snippet zum Beispiel über das Plugin „Yoast SEO“ bearbeiten.

Richtige Keywords finden und in Snippets einbauen
So sehen Snippets in den Suchmaschinenergebnissen aus.
Checkliste Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Noch bis 30. Juni 2019 exklusiv für Mitglieder der Textdorado-Community: Die Checkliste „Deine Website an der Spitze der Suchmaschinenergebnisse“.

Weil Suchmaschinen nicht erkennen, was auf Bildern dargestellt wird, solltest Du auch an dieser Stelle nachhelfen. Schon beim Hochladen sollten Bilder aussagekräftige Dateinamen haben – zum Beispiel „Grünes Kleid kaufen“ statt „IMG74939“. Auf Deiner Website schreibst Du das Keyword dann noch in den Titel des Bildes sowie in den Alttext.

Damit Du all diese Punkte noch mal auf einen Blick vor Dir hast, habe ich eine SEO-Checkliste für Dich gebastelt. Darin gibt es auch Tipps, was Du über die Keywords hinaus tun kannst, damit Du online gefunden wirst. So wahrst Du stets den Überblick darüber, was Du schon erledigt hast und welche Möglichkeiten Dir noch offenstehen. Die Liste ist kostenlos. Lade Sie also gern gleich herunter! 🙂

Kund*innennutzen ist wichtiger als die Einhaltung aller Regeln

Wenn Du es schaffst, das Keyword an allen eben aufgezählten Stellen zu verwenden, ist das super! Es sollte aber nicht zu aggressiv geschehen. Wenn Du in einem Satz fünfmal das Keyword „richtige Keywords finden“ verwendest, um Suchmaschinen zu zeigen, dass es bei Dir darum geht, wie man richtige Keywords findet, werden Deine Leser*innen schnell genervt von der Phrase „richtige Keywords finden“ sein, weil sie schon beim ersten Mal verstanden haben, dass es um das Finden richtiger Keywords geht 😉 Verwende dann lieber Synonyme – keine Sorge, die Suchmaschinen verstehen trotzdem, was das Thema Deiner Seite ist.

Schlussendlich möchtest Du immer vermeiden, dass Deine Leser*innen angefressen sind und Deinen Text nicht weiterlesen. Denn: Je länger sie auf Deiner Seite bleiben, desto besser ist es für Dich und die SEO. Suchmaschinen merken genau, wenn viele Menschen schnell wieder verschwinden und registrieren dann: „Okay, diese Website kann nicht allzu gut sein, zeigen wir sie lieber mal auf Seite 14 an“. Schlecht!

Mach Dich beim Einbauen der Keywords deshalb nicht verrückt. Wenn es an ein oder zwei der empfohlenen Stellen nicht vorkommt, ist das nicht schlimm. Am allerwichtigsten ist es, dass Du Deinen Leser*innen einen Mehrwert bietest, einen Text schreibst, den sie gerne lesen, dafür sorgst, dass sie sich auf Deiner Website wohlfühlen und lange dort bleiben. Du musst verstehen, wieso sie überhaupt eine Anfrage bei einer Suchmaschine gestartet haben und ihr Bedürfnis dahinter befriedigen.

Du hast die richtigen Keywords für Deine Website gefunden und eingebaut – Wie geht es nun weiter?

Natürlich gehört zur Suchmaschinenoptimierung noch viel mehr als nur die richtigen Keywords zu finden und an bestimmten Stellen im Text zu verwenden. Es gibt etliche Rankingfaktoren, die den Suchmaschinen einen Anhaltspunkt geben, wie weit oben in den Suchergebnissen eine Seite auftauchen sollte.

Wenn Du wissen möchtest, was Du noch alles tun kannst, damit Deine Website sowohl Suchmaschinen als auch Leser*innen überzeugt, werde Mitglied in der Textdorado-Community! Dort wirst Du über neue hilfreiche Blogartikel informiert und bekommst neue Checklisten, Vorlagen oder Anleitungen stets als erstes.

Hat Dir dieser Artikel geholfen? Oder hast Du noch Fragen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Teile diesen Artikel!

Zuletzt aktualisiert am